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Wirtschaftsfaktor Frauengesundheit: Warum sich Investitionen in gendersensible Prävention auszahlen

Der Weltfrauentag steht in diesem Jahr unter dem internationalen Motto „Give to Gain“ – ein Prinzip, das in der Unternehmenswelt als „Geben, um zu gewinnen“ eine völlig neue Relevanz erfährt.

BG prevent beweist: Betriebe, die geschlechtsspezifische Bedarfe priorisieren, sichern sich messbare Vorteile bei der Mitarbeiterbindung und Innovationskraft und erhöhen so ihren Return on Prevention.

Eine diverse Gruppe von sieben Frauen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen ethnischen Hintergründen steht und sitzt zusammen vor einem neutralen Hintergrund. Sie lachen und schauen sich gegenseitig an, wodurch eine freundliche und entspannte Stimmung entsteht. Eine Frau sitzt vorne auf einem Hocker und trägt ein rosa Kopftuch, während die anderen hinter ihr stehen und lässige Kleidung wie Jeansjacke, Pullover und Blusen tragen. Eine Zimmerpflanze ist am rechten Bildrand zu sehen.

Bonn, 3. März 2026 – Frauen stellen mit 48,2 Prozent fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland. Ihre Leistungsfähigkeit ist von erheblicher Bedeutung für die Wirtschaft. Dennoch herrscht beispielsweise beim Thema Wechseljahre oft noch Sprachlosigkeit, obwohl laut der Deutschen Menopause Gesellschaft allein in Deutschland rund neun Millionen Frauen betroffen sind. Gendersensible Arbeitsmedizin ist die Basis, auf der BG prevent ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) aufbaut, das keine Mitarbeitenden zurücklässt.

Das Prinzip: Wer investiert, gewinnt

Das diesjährige Motto des Weltfrauentags „Give to Gain“ beschreibt den direkten Zusammenhang zwischen gezielten Investitionen in Frauengesundheit und dem betriebswirtschaftlichen Ertrag – kurz, dem Return on Prevention:

1. GIVE – Das Investment des Unternehmens

Betriebe schaffen aktive Freiräume für geschlechtsspezifische Vorsorgeuntersuchungen, wie etwa die Brustkrebs-Früherkennung oder Begleitung in den Wechseljahren. Gleichzeitig enttabuisieren sie biologische Realitäten, über die lange geschwiegen wurde. Wer im Betrieb offen über den weiblichen Zyklus oder die Beschwerden in den Wechseljahren sprechen kann, schämt sich weniger und fühlt sich am Arbeitsplatz weniger gestresst. Moderne Strukturen wie Homeoffice-Möglichkeiten und flexible Arbeitszeiten helfen zudem dabei, Beruf und Familie zu vereinbaren. Mitarbeitende können sich so besser erholen, auch wenn sie zuhause für andere sorgen müssen.

2. GAIN – Der Return on Prevention

Passen Unternehmen diese Rahmenbedingungen an, gewinnen sie vor allem eines: loyale und (noch) leistungswilligere Mitarbeitende. Wer wahrnimmt, dass spezifische Krankheitsbilder vom Arbeitgeber nicht nur ernstgenommen, sondern gemeinsam besprochen werden, wird ebenfalls deutlich loyaler dem Unternehmen gegenüber agieren. Angesichts der Tatsache, dass laut einer Umfrage des Forschungsprojekts MenoSupport jede zehnte Frau aufgrund von Wechseljahresbeschwerden über eine Frühpensionierung nachdenkt, sollten Unternehmen Maßnahmen ergreifen, diese zu halten. Vermeiden sie so auch nur einen vorzeitigen Job-Ausstieg einer Führungskraft, sparen die Unternehmen enorme Kosten, da eine Neubesetzung oft das Eineinhalbfache eines Jahresgehalts verursacht.

Gesundheit als Managementaufgabe: Strategie und Expertise

Für Prof. Dr. Thomas Auhuber, CEO von BG prevent, ist ein Umdenken in der Führungsetage unumgänglich:

Gesundheit ist eine strategische Managementaufgabe. Wer die spezifischen Bedürfnisse der weiblichen Belegschaft ignoriert, verliert im globalen Wettbewerb an Boden. Gendersensible Medizin stellt kein Nischenthema dar, sondern ist eine präzisere Medizin für alle Menschen. Sie schärft den Blick für individuelle Risiken im gesamten Team und erhöht so die Resilienz der Organisation.
Prof. Dr. Thomas Auhuber

Dr. med. Christina Nußbeck, Fachärztin für Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin sowie Diabetologie und Psychotherapie, ärztliche Leitung des BG prevent Clusters Ostwestfalen Osnabrück.

Die medizinische Relevanz betont Dr. Christina Nußbeck, Expertin für Frauengesundheit bei BG prevent:

Wir verabschieden uns von der Einheitsmedizin. Ein Herzinfarkt oder extremer Stress äußern sich bei Frauen oft völlig anders als bei Männern. Dieses Wissen im Betrieb rettet im Ernstfall Leben. Das ‚Geben‘ von Offenheit gegenüber Tabus wie der Menopause führt direkt zum ‚Gewinn‘ von Vertrauen und dauerhafter Leistungsfähigkeit.

Daten & Fakten: Das ungenutzte Potenzial

  • Demografie: Frauen verfügen über eine höhere Lebenserwartung (+5 Jahre) und bringen so länger wertvolle Expertise in den Arbeitsprozess ein - sofern die Gesundheitssicherung greift.

  • Präsentismus-Faktor: Über 80 Prozent der Frauen arbeiten trotz zyklusbedingter Beschwerden. Hier liegt ein verborgenes Potenzial, das Unternehmen durch einfache organisatorische Anpassungen und eine offene Kultur heben können.

  • Care-Arbeit: Die unbezahlte Arbeit im familiären Umfeld belastet noch immer schwerpunktmäßig Frauen. Ein modernes BGM gleicht diese Belastung durch spezifische Entlastungsangebote aus.

Die Strategie auf den Prüfstand stellen

BG prevent ruft Arbeitgebende dazu auf, den Weltfrauentag als Startpunkt für eine Neuausrichtung ihrer Gesundheitsstrategie zu nutzen. Gendersensible Angebote zahlen sich aus. Unternehmen sichern durch die Integration geschlechtsspezifischer Prävention ihre Innovationskraft und die Gesundheit ihrer Belegschaft gleichermaßen.

Interessierte Betriebe finden weiterführende Informationen und Beratungsmodelle direkt hier.

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Autorin

Portraibild von Eva Friese

Eva Friese

Redakteurin

www.wearestorypark.de

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