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So wird gesunde Bildschirmarbeit messbar

Bildschirmarbeit findet heute an vielen Orten statt: im Büro, im Homeoffice, an wechselnden Arbeitsplätzen oder unterwegs. Damit Menschen dort gesund arbeiten, müssen viele Faktoren zusammenspielen. Ein digitales Tool von BG prevent zeigt, wie wir Bildschirmarbeit beurteilen und verbessern. Es bringt Prävention direkt in den Arbeitsalltag.

Frau arbeitet im Stehen an einem Computerarbeitsplatz mit Headset und KICO Gesundheitscoach auf dem Schreibtisch, modernes Bürogebäude im Hintergrund.

Wirksamer Arbeitsschutz setzt dort an, wo Menschen jeden Tag arbeiten: am Schreibtisch, am Bildschirm, im Büro, im Homeoffice oder am flexiblen Arbeitsplatz. Gerade dort entstehen Belastungen oft schleichend: durch kleine Routinen, ungünstige Einstellungen und fehlende Pausen.

Zudem bemerken die meisten Menschen Belastungen erst spät. Die Augen ermüden. Der Nacken spannt. Pausen fallen aus. Der Arbeitsplatz passt nur ungefähr. Einzelne Faktoren wirken zunächst unbedeutend. Zusammen beeinflussen sie aber, wie gesund und konzentriert Menschen arbeiten.

Arbeitsbedingungen prüfen und verbessern

Moderne Prävention schaut deshalb auf die gesamten Arbeitsbedingungen. Sie fragt nicht nur: Gibt es eine konkrete Gefährdung? Sie fragt auch: Welche Belastungen entstehen im Alltag? Welche Umgebung unterstützt gesundes Arbeiten? Und welche Veränderungen helfen spürbar?

Genau hier setzt die Beurteilung der Arbeitsbedingungen (BdA) an. Unternehmen erfassen Arbeitsbedingungen, bewerten mögliche Risiken und leiten konkrete Maßnahmen ab. So machen sie aus einer Pflicht ein praktisches Werkzeug für sichere, gesunde und leistungsfähige Arbeit.

Wer Arbeitsbedingungen systematisch betrachtet, erkennt Risiken früher, verbessert die Ergonomie und zeigt Beschäftigten: Deine Gesundheit zählt. Wie wichtig dieser systematische Blick ist, zeigt das DGUV Barometer Arbeitswelt 2026. Nur 65 Prozent der befragten Führungskräfte geben an, dass ihr Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung an den Arbeitsplätzen durchführt. In Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden bestätigen das nur 46 Prozent der Führungskräfte.

Der Bildschirmarbeitsplatz im Visier

Gerade bei Bildschirmarbeit lohnt sich der genaue Blick. Belastungen entstehen dort oft leise: durch ungünstige Haltungen, zu wenig Bewegung oder Arbeitsplätze, die nicht zu den Beschäftigten passen.

Wer genau hinschaut, erkennt konkrete Ansatzpunkte. Unternehmen können zum Beispiel:

  • Arbeitsplätze ergonomisch prüfen

  • Bildschirme richtig positionieren

  • Lichtverhältnisse verbessern

  • Blendungen reduzieren

  • Bewegung im Arbeitsalltag fördern

  • passende Arbeitsmittel auswählen

  • Beschäftigte verständlich informieren

Auch arbeitsmedizinische Vorsorge, Sehtests oder eine passende Bildschirmarbeitsplatzbrille können dazugehören, wenn die Tätigkeit am Bildschirm dies erfordert.

Wie stark einzelne Faktoren den Arbeitsalltag beeinflussen, zeigt die Broschüre „Gutes Sehen im Büro“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Sie beschreibt, wie eng Brille, Bildschirmposition, Beleuchtung und Körperhaltung zusammenhängen. Wenn diese Faktoren nicht zusammenpassen, entstehen leichter Sehbeschwerden, ermüdete Augen sowie Verspannungen und Schmerzen im Nacken-, Schulter und Rückenbereich.

Auch die Beleuchtung beeinflusst, wie entspannt Menschen am Bildschirm arbeiten. Für Bildschirmarbeitsplätze im Büro nennt die BAuA eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux. Lux ist die Maßeinheit für die Helligkeit auf einer Fläche. Gleichzeitig spielen Blendungen und Reflexionen eine wichtige Rolle.

KICO zeigt, wo Bildschirmarbeit belastet

Je flexibler Arbeit wird, desto schwieriger wird die klassische Beurteilung. Im Büro lassen sich Arbeitsplätze direkt ansehen. Bei Homeoffice, Desksharing oder mobilem Arbeiten brauchen Unternehmen andere Wege, um Belastungen zu erkennen.

Hier setzt KICO von BG prevent an. Das digitale Tool erfasst Arbeitsbedingungen an Bildschirmarbeitsplätzen und gibt Beschäftigten konkrete Impulse für gesündere Routinen. Es berücksichtigt unter anderem Sitzhaltung, Lichtverhältnisse, Temperatur, Bewegung und Trinkverhalten.

So erkennen Unternehmen, wo mögliche Gesundheitsrisiken liegen und welche Verbesserungen sinnvoll sind. Beschäftigte erhalten alltagsnahe Tipps, etwa zur Einstellung von Stuhl, Tisch, Bildschirm oder Tastatur.

KICO ersetzt keine strukturellen Maßnahmen gegen hohe Arbeitsintensität oder fehlende Pausen. Es schafft aber Transparenz und bringt Prävention dorthin, wo Arbeit jeden Tag stattfindet.

So wird gesunde Bildschirmarbeit sichtbar, bewertbar und im Alltag erlebbar.

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