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Männergesundheit beginnt auf dem Teller

Männer greifen beim Essen häufiger zu Fleisch als Frauen. Das zeigen zahlreiche Ernährungsstudien. Klar ist: Was Sie essen, beeinflusst Ihre Gesundheit über Jahre hinweg – das gilt übrigens für alle Geschlechter gleichermaßen. Gerade im Arbeitsalltag können schon kleine Veränderungen einen Unterschied machen.

Man in a cozy setting garnishing a dish with herbs, smiling, focusing on the food placed on a wooden surface.

Wenn es um Männergesundheit geht, fällt ein Thema besonders auf: Fleischkonsum. Aktuell liegt der Fleischverzehr in Deutschland im Durchschnitt bei rund 53 Kilogramm pro Person und Jahr. Männer essen im Schnitt etwa 160 Gramm pro Tag – und damit ungefähr doppelt so viel wie Frauen.

Dieser Unterschied hat gesundheitliche Folgen. Wer regelmäßig viel rotes oder verarbeitetes Fleisch isst, erhöht nachweislich sein Risiko für bestimmte Erkrankungen, etwa des Herz-Kreislauf-Systems oder Darmkrebs. Entscheidend ist dabei selten das einzelne Steak. Entscheidend ist, wie oft und wie viel Fleisch jemand insgesamt isst.

Der Arbeitsalltag prägt Ihr Essverhalten

Gerade im Berufsalltag bleibt für bewusstes Essen wenig Zeit. Termine folgen dicht aufeinander, Pausen sind nur kurz oder entfallen ganz. Häufig entscheidet dann der Moment, was auf den Teller kommt. Studien zeigen: Zeitdruck und Arbeitsbedingungen beeinflussen, wie wir essen. Viele typische Situationen kennen Sie vermutlich:

  • ein belegtes Brötchen zwischen zwei Terminen

  • Snacks oder Süßigkeiten im Büro

  • eine schnelle Mahlzeit vom Imbiss

  • ein Energy-Drink oder Softdrink, um kurzfristig Energie zu bekommen

Solche Entscheidungen wirken im Alltag nebensächlich. Über Wochen und Monate hinweg beeinflussen sie aber Ihr Gewicht, Ihre Energie und Ihre Gesundheit.

Büro: Die versteckten Kalorien

Wie schnell sich zusätzliche Kalorien summieren können, erleben auch zahlreiche Mitarbeitende im Büro. Kekse im Meeting, eine Schale mit Süßigkeiten auf dem Schreibtisch oder der gesüßte Kaffee am Nachmittag gerade bei Stress oder Müdigkeit greifen viele automatisch zu. Das mag zunächst harmlos wirken. Tatsächlich kommen so unbewusst zwischen den Mahlzeiten aber mehr Kalorien zusammen, als man erwartet.

Ein paar einfache Tipps helfen Ihnen, versteckte Kalorien zu reduzieren:

  • Trinken Sie zuerst ein Glas Wasser, bevor Sie zu einem Snack greifen.

  • Lagern Sie Süßigkeiten nicht dauerhaft griffbereit.

  • Verzichten Sie beim Kaffee möglichst auf Zucker oder Sirup.

  • Ergänzen Sie Ihr Mittagessen, wenn möglich, um eine Portion Gemüse.

Außendienst: Unterwegs bewusst entscheiden

Wenn Sie viel unterwegs sind, planen Sie Mahlzeiten oft nur kurzfristig. Dann bestimmt das Angebot an Tankstellen, in Bäckereien oder an Imbissständen, was Sie essen.

Auch hier machen kleine Entscheidungen einen Unterschied:

  • Wählen Sie Wasser oder eine Saftschorle statt Softdrinks oder Energy-Drinks.

  • Greifen Sie in der Bäckerei eher zu einem belegten Vollkornbrötchen als zu süßem Gebäck.

  • Entscheiden Sie sich im Imbiss für eine kleinere Portion.

  • Machen Sie nach Möglichkeit eine bewusste Essenspause, statt nebenbei zu essen.

Schichtarbeit: Den Körper unterstützen

Schichtarbeit bringt den natürlichen Rhythmus des Körpers durcheinander. Das beeinflusst Stoffwechsel und Hungergefühl. Studien zeigen, dass sie mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein kann.

Diese Gewohnheiten können helfen:

  • Wählen Sie nachts eher leichte Mahlzeiten.

  • Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke. Sie liefern kurzfristig Energie, führen aber oft schnell wieder zu Müdigkeit.

  • Essen Sie mehrere kleinere Mahlzeiten statt einer großen Portion.

  • Trinken Sie regelmäßig Wasser oder ungesüßten Tee.

Vielfalt auf dem Teller

Fleisch kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Problematisch wird es, wenn es automatisch im Mittelpunkt jeder Mahlzeit steht.

Viele andere Lebensmittel liefern ebenfalls wertvolles Eiweiß und wichtige Nährstoffe, zum Beispiel:

  • Eier und Milchprodukte

  • Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen

  • Nüsse und Samen

Schon einzelne fleischfreie Mahlzeiten pro Woche sorgen für mehr Abwechslung auf dem Teller. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, den Fleischkonsum auf etwa 300 Gramm pro Woche zu begrenzen.

Kleine Schritte, große Wirkung

Ernährung muss nicht perfekt sein. Einen Unterschied macht es schon, die eigenen Gewohnheiten regelmäßig zu hinterfragen. Gerade im Arbeitsalltag gibt es viele kleine Möglichkeiten, um sich bewusst zu entscheiden – beim Snack zwischendurch, in der Kantine oder unterwegs.

Auch kleine Veränderungen helfen. Wenn Sie Schritt für Schritt etwas verändern, kann das langfristig viel für Ihre Gesundheit bewirken.

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